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Donnerstag, 30. Oktober 2008

Nachdem..

..er schon das erste Bier (vom Kiosk an der Ecke) geleert hatte und ich noch beim ersten war, wurde uns klar, dass wir im Schanzen-Viertel nicht alt werden. Sind dann zur U-Bahn gelatscht und dann hat's "Klirr" gemacht und ich habe, wie vorgenommen, in glamouröser Art die Flasche einfach gen Himmel geworfen und sie ihren recycelfernen Schicksal überlassen.

Es ging also Richtung Reeperbahn - wie desillusionierend dieses Gefilde doch ohne Leute ist. Sind dann zur 99 cent Bar auf der "anderen Seite" gegangen - dort, wo die Damen der käuflichen Liebe arbeiten. Tja, und zwei waren furchtbar interessiert daran, ihr Geld von euren ergebenen Erzähler zu bekommen. Wie die Anmache lautet fragt ihr euch? "Hey Hippi, was habt ihr beide denn vor?" In solchen Moment ist euer Erzähler dann doch baff, einfach nur ein Landei, was nicht weiß, was er sagen soll. Obwohl wir ziemlich stur weiter gelaufen sind, hat sich diese Solarium Schnalle an mich rangehängt (also wirklich am Arm gepackt..) und am Ende kam dann sowas wie "Bist du schwul oder was?"

Boah, echt - selbst wenn ich nicht schwul wäre - nur weil man da rum läuft heißt das ja nicht, das mein sein Ding in diese billigen Schnallen rein stecken möchte! Nachdem wir unsere kurzen in der 99 cent Bar reingezogen haben, gings auch schon weiter, weil die Gestalten selbst für unseren Geschmack ein wenig zu schräg waren..

Auf dem Rückweg habe ich dann wohl das Frauenfeindlichste in meinen ganzen Leben gesagt. Vorraus gesetzt, ich würde auf Frauen stehen und sei daran interessiert, es mit einer dieser Damen zu tun, dass diese Anmache ja wohl unter aller Kanone sei und das es vielleicht sogar so ist, dass diese Frauen ganz gut daran tun, dort zu arbeiten wo sie arbeiten, da sie ja anscheinend zu sonst nichts zu gebrauchen sind.


Wenn ich ein mieser Heuchler wäre, würde ich es auf den Alkohol schieben. Aber ich sage mal so, dass nächste mal habe ich den passenden Spruch parat. Punkt.

So wandelten also Denis und ich über diese verhurte und menschenleere Reeperbahn und um den Abend nicht total aus der Rolle laufen zu lassen, habe ich vorgeschlagen, in die Wunderbar zu gehen. (Und er hat sogar ja gesagt, hihi.)

War total ruhig da. Uns es ist seltsam, das Teil in so einen sauberen Zustand zu sehen. Denis hat sich sogar wohlgefühlt. Ist ein cooler Zug von ihm, dass er so locker mit sowas umgeht. Er meinte, er hätte sich das Teil größer vorgestellt.. Vielleicht hätte ich in meinen Erzählungen betonen müssen, dass es wahrscheinlich bloß viermal so groß wie das Wohnzimmer seiner Mutter sei..

Wir saßen also auf der Couch, haben getalkt und Bier getrunken - das Letzte war wohl dann doch eins zuviel für mich. Am Ende haben sich zwei andere Kerle auf die Couch geflätzt und mit denen bin ich während Denis's Toiletten Besuch ins Gespräch gekommen. Einer ist ursprünglich New Yorker, der andere Australier. Da es eh schon kurz vor Mitternacht war und letzten U-Bahnen um halb eins fahren, hat er sich kurz vor Mitternacht los gemacht und mit den anderen hatte ich dann noch ein kurzes, dennoch cooles Gespräch auf Englisch und einer der beiden ist Schauspieler und von ihm habe ich einen kreativen Ratschlag bekommen, den ich ich wohl irgendwie nötig hatte...

Euer Erzähler fällt jetzt, höchst kreativ und zufrieden, in sein Bett und freut sich auf den nächsten Morgen. Ich muss nämlich erst um zwölf Uhr zu Humanbiologie. Tüdelü!
Samuel B. - 30. Okt, 08:25

kreativer ratschlag?
oder wirst du jetzt von der filmbranche entedeckt?

Capt. Cock - 30. Okt, 19:19

Erklär ich dir am besten mal im Chat..

blomquist - 3. Nov, 19:59

Ich liebe es!

Die gruseligen Anmachsprüche der Mädels sind klasse.
Und so herrlich hamburgerisch dreist!
Zu mir meinte letztens eine das sie sich ja auch umdrehen und ne Tüte über den Kopf ziehen könnte....

; )))

Capt. Cock - 3. Nov, 20:16

Üwäh - als ob das die Sache annehmbarer machen würde!

Und danke auf jeden Fall für deinen Kommentar, ich seh schon, ich sollte ein paar gute Sprüche für den Fall der Fälle parat haben!
blomquist (Gast) - 4. Nov, 09:57

Genau!

Denn Vorbereitung ist ALLES!
Viel Spaß Dir in meiner heißgeliebten Heimatstadt!