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Dienstag, 28. Oktober 2008

Mein Studium

Heute: Der Gerhard Schröder Komplex

Heute mal wieder ne Vorlesung gehabt, unter anderen auch das "überaus spannende" Kommunikation, Psychologie, Soziologie. Zur Zeit beschäftigen wir uns mit der Kommunikation und schauen dazu schnöde Schaubilder von einem "Empfänger - Sender" Modell an und werden anschließend gefragt, warum dieses Schaubild denn nicht vollständig sei. (Es ist quasi so wie mit dem was ihr augenblicklich lest, ihr könnt nie 100% wissen weshalb ich dies niederschreibe, was ich euch damit sagen möchte oder was ich gerade so denke. Solche Faktoren waren bei diesen ach so tollen Schaubild nicht berücksichtigt - da dies aber auch für eine amerikanische Telefongesellschaft entwickelt wurde, ist das ja auch gar nicht weiter schlimm)

Der heutige Schwerpunkt lag dann auf dem ersten Eindruck. Unter anderen wurde dann viele dieser Bilder, wie das der alten Dame und der jungen in einen Bild, gezeigt.

"Je nachdem was wir bisher in unseren Leben erlebt haben, so sehen wir die Welt."

Oh, welch besondere Erkenntnis ich heute erwarb - ganz ehrlich: Ich verlasse den Raum mit genau den gleichen Gedanken wie vorher! Bzw., das ist nichts neues für mich! Mannoman! Und abgesehen davon ist mir das dann doch alles zu schwammig, zu ungenaue Aussagen und manchmal beschleicht mich der Eindruck, dass wir es eher mit Pseudo-Wissenschaften zu tun haben als mit irgendwas ansatzweise akademischen! Da wir allerdings zehn dieser bescheuerten Lerntagebücher schreiben müssen, bleibt mir nichts anderes übrig, als mir irgendwas höchst inspiriert/kreatives aus den Fingern zu saugen. (Und anstatt bspw. jetzt eins zu schreiben, nutze ich die Zeit hier zum lästern..)

Am Ende ging es dann um die egonzentrische Sichtweise, welche Babys in den ersten Lebensjahren vorweisen. (Sie halten die Hand hoch, verstecken sich dahinter und glauben, da sie die Welt nicht mehr sehen, sieht die Welt sie auch nicht.) Passenderweise hat der Prof. ein viel besseres Exempel einer egozentrischen Sichtweise, ganz unbewusst, zum besten gegeben.

Wir sollten nämlich einen Fragebogen zum Thema "erster Eindruck" über ihn ausfüllen und irgendwie fand ich es ja schon klasse, wie es ein so langweiliger Zeitgenosse schafft, die Aufmerksamkeit der Gruppe auf seine Person und kaum vorhandenen Interessen zu ziehen. Ich kann's zwar nicht wortgenau wiedergeben, aber der Strauß soll mal über den Stoiber folgendes gesagt haben: "Der säuft nicht, der frisst nicht, der fickt nicht"...

Wie ich auf den Titel des Eintrags gekommen bin fragt ihr euch? Auch wenn nicht, wie auf unseren Zetteln stehend, irgendwann ein Outing ins Spiel kam - etwas Brisantes kam dann doch zu Tage: Der gute Mann sei nämlich bereits 60! Ich hatte ihn, mit Absicht fünf Jahre älter, auf 49 geschätzt. Aber das ich so daneben lag fand ich dann doch heftig. Seit langen fand ich etwas an seinen Äußeren seltsam und offenbar war ich dem Gekicher der Mädels hinter mir nicht der Einzige, dem auf einmal auffiel, dass das die Haare ein wenig zu schwarz erscheinen...