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Montag, 13. Oktober 2008

Volles Rohr, ey!

Morgen von halb neun bis halb sechs Uhr abends Vorlesung. Normalerweise ist das anders gestaffelt, aber da morgen in WiM (Wissenschaftliche Methodik) die Referatsgruppen gebildet werden, muss ich da morgen anstatt Mittwoch erscheinen. Ist halt doof, gerade weil danach noch eine Veranstaltung zum Thema "Auslandssemester" statt findet, die ich gerne besuchen würde. Bin ja mal gespannt, ob ich den Tag morgen essenstechnisch überstehe oder irgend wann vor Hunger nicht mehr kann. Brot ist ein frisches gekauft, hoffentlich klappt das morgen früh mit dem aufstehen...

rot-LICHT

Da ich nicht, wie neuerdings auf Plakaten angepriesen Flaschensammler werden möchte, musste ich meine Bude hier umgestalten - für eine angenehme Lernatmosphäre. Diese kühle Atmosphäre durch das weiß der Wände war alles andere als angenehm und motivierend. Wirkte so furchtbar einsam und leer hier.

Gestern habe ich endlich all meine Poster, Booklets und Schnipsel aufgehängt. Die Wände sind aus Beton (oder was auch immer) - war also nichts mit Reißzwecken. Ist zwar doof, gerade wegen den Booklets, aber ist ja für einen guten Zweck. Naja, trotz allen wirkte das hier gestern trotz der Bilder noch nicht so recht.

Um das kühle aufzuwärmen, galt es dann bei meiner Shoppingtour möglichst rote/warme Dinge zum aufwerten zu finden. Neben einen gigantomanischen Kissen samt Bezug und neuer Bettwäsche fanden auch zwei Leuchten ihren Weg zu mir. Die eine ist so richtig öko, angeblich wurde der rote Papierstern per Hand geschnitten/gestanzt und was auch immer. Nun ja, unabhängig davon ist das hier ein wirklich gemütlich warmes Licht und so langsam kann ich wirklich sagen, dass dies hier meine eigenen vier Wände sind: und das ist ein schönes Gefühl.

Wenn ich mal groß bin..

..dann will ich Flaschensammler werden - echt! Was für ein Beruf! Flexible Arbeitszeiten, kein doofer Chef der einem sagt, wie man das zu machen hat und alles was man braucht, ist sogar nur eine Hand zum aufheben.

Rucksack auf, Trollie wird hinter her gezogen und los geht's. Dann heißt es Mülleimer sichten, Hand rein und das durchsichtige Gold bergen. Und wer immer noch nicht überzeugt ist, hier die Bezahlung. Wer fleißig sammelt, und sagen wir mal es tatsächlich auf 10.000 Pfandflaschen a 0,15 cent im Monat schafft, der hat ein (steuerfreies!) Einkommen von 1500€. Und nur mal angenommen, dass 1% der Hamburger Bevölkerung am Wochenende auf'm Kiez feiern geht und eine Flasche Bier stehen lässt - sehen sie die Dimension?

Hamburgers Rentner sind nicht ohne Grund überzeugt und sammeln. Also seien sie nicht blöd und machen sie mit! Jede Flasche bringt sie näher zu ihren Traum von den eigenen vier Wänden in Vermont oder wo auch immer sie ihr Herz hinzieht. Also, sei keine Flasche und sammel Flaschen!